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Donnerstag, 5. Juli 2012

123.

Ich stelle mich unter Kälte, bade in Unsicherheit & Selbsthass. Der Spiegel lacht mich wieder aus, & die lieblichen & zugleich kranken Stimmen flüstern mir zu, dass ich jetzt bluten muss, dass ich jetzt Schmerz ertragen kann. & dann schreie ich innerlich wie am Spieß, drehe mich im Kreis & winde mich in den eisernen Fesseln meines Seins. Braune Augen sehen mich ängstlich an, schreien mich schon fast wegen meinen Fehlern an. & die Stimmen lachen mich aus, dröhnen in meinem Kopf. Sie saugen alles Gute in mir hinaus, alles was noch davon übrig geblieben ist, was ich mir hart erkämpft habe. Sie sind Seelen die zu wenig haben, weniger als ich. Der Sturm in meinem Kopf weht mich weg, weg von dieser scheinbaren bunten Welt. " Du bist ein schlechtes Kind. Hässlich & dumm, du machst alles falsch", höre ich sie schreien. Ich versuche der Erinnerung zu entschwinden, doch kann nicht so schnell rennen. Schläge, immer mehr Schläge droschen auf mich ein, tuen mir weh, zerstören mich komplett. Tränen, tausend Tränen fallen auf das Lacken, auf mein Kissen & auf mein Gesicht.


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