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Montag, 17. Dezember 2012

160.

Und hinter mir eine Welle voller Verletzungen, die immer größer wird und es sieht so aus, als würde sie bald auf mich herfallen, als würde ich bald ertrinken. Ich laufe und laufe, meine Schritte werden jedoch nicht schneller. Ich habe einfach keine Kraft mehr. Keine Kraft mehr, um auf mich zu achten, mich vielleicht zu retten. Und letztendlich ist es immer das gleiche Spiel. Man lebt eigentlich für Andere und verschwendet die Zeit und Geduld für andere Menschen. Mein weißes Hemd das ich trage verliert an Glanz. Mein Gesicht brauchte ich schon lange nicht mehr betrachten, denn ich strahlte schon lange Zeit nicht mehr. Mein Lächeln gab es schon lange nicht mehr. Mal ein künstliches Lächeln, aber das war alles. Worte sammelten sich in meinem Kopf, ergaben einen Sturm in mir und spuckten Fragen aus, die ich mir nicht beantworten konnte. Wieso ich doch so bin, wieso man manchmal ein zu großes Herz hat und warum die Menschen mit viel Herz denn so unbeliebt sind. Am Ende ist man derjenige, der alleine dasteht und alleine weitergehen muss, obwohl man in diesen Momenten gar nicht den richtigen Weg weiß. So wie ich. Ich will mich gar nicht erst umdrehen und gucken was mich bald überfallen wird, wie groß die Welle sein wird und ob ich es schaffe, vielleicht doch zu flüchten.

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